Aktuelles aus Wirtschaft & Politik

Steuerbonus für Elektrofahrzeuge, neuer Mindestlohn, KI-Service Desk, betriebliche Altersversorgung und Vorsicht vor gefälschten Amtsgericht-Schreiben – aktuelle Informationen kompakt im Überblick.

Steuerbonus für Elektroautos läuft länger

Reine Elektrofahrzeuge bleiben weiterhin von der Kfz-Steuer befreit – bislang galt dies für Modelle, die bis Ende 2025 erstmals zugelassen oder vollständig auf Elektroantrieb umgerüstet wurden. Nun wird die Regelung um fünf Jahre verlängert: Der neue Stichtag ist der 31. Dezember 2030. Die Befreiung kann maximal zehn Jahre in Anspruch genommen werden, endet jedoch spätestens am 31. Dezember 2035. Wer frühzeitig auf ein Elektroauto setzt, profitiert also besonders lange von der steuerlichen Entlastung. Mehr zur Steuerbefreiung für E-Autos.

Mindestlohn steigt in zwei Stufen

Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2026 auf 13,90 brutto in der Stunde steigen und ein Jahr später auf 14,60 Euro. Das Kabinett hat den Weg für die Erhöhung freigemacht – es hat die Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni per Verordnung umgesetzt. Mehr zur Änderung beim Mindestlohn.

KI im Unternehmensalltag: Neuer Service Desk der Bundesnetzagentur

Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt – von smarten Anwendungen im Alltag bis hin zu tiefgreifenden Chancen und Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem AI Act hat die Europäische Union im Mai 2024 erstmals verbindliche Regeln geschaffen. Doch wie können Unternehmen und Organisationen konkret einschätzen, was diese Vorgaben für sie bedeuten? Genau hier setzt der neue KI-Service Desk der Bundesnetzagentur an. Er bietet praxisnahe Orientierung und stellt mit einem interaktiven Compliance-Kompass ein Werkzeug bereit, mit dem Organisationen prüfen können, ob und in welchem Umfang sie von der KI-Verordnung betroffen sind. Ergänzend liefert der KI-Service Desk anschauliche Informationen und Beispiele, die helfen, die Anforderungen besser zu verstehen und im eigenen Umfeld einzuordnen. Mehr zum KI-Service Desk.

Mehr Rückenwind für die Betriebsrente

Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge (bAV) breiter aufstellen. Derzeit verfügen rund 52 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland über eine Betriebsrente. In kleinen und mittleren Unternehmen ist sie jedoch noch wenig verbreitet. Mit dem neuen Gesetz sollen gezielte Verbesserungen im Arbeits-, Finanzaufsichts- und Steuerrecht dafür sorgen, dass die betriebliche Altersvorsorge attraktiver und leichter zugänglich wird. Mehr zur betrieblichen Altersvorsorge.

Vorsicht vor gefälschten Amtsgericht-Schreiben

Betrüger versuchen derzeit verstärkt, mit täuschend echten Schreiben Druck aufzubauen. Unter dem Anschein offizieller Amtsgerichtspost werden Empfänger mit Drohungen wie Haftbefehl oder Strafverfahren zur schnellen Überweisung gedrängt. Besonders verräterisch: Das Geld soll meist auf ein ausländisches Konto fließen – ein eindeutiges Warnsignal, denn deutsche Behörden arbeiten nicht mit solchen Konten. Die Betrugsversuche beschränken sich nicht nur auf klassische Briefe. Auch gefälschte Steuerbescheide oder scheinbar amtliche E-Mails kursieren. Experten raten, Ruhe zu bewahren: keine Zahlungen leisten, keine Links oder Anhänge öffnen und die Echtheit ausschließlich über offizielle Kontaktwege prüfen. Verdächtige Schreiben sollten unbedingt aufbewahrt und im Zweifel der Polizei übergeben werden.


Foto von Oren Elbaz auf Unsplash

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